Getriebeöl Klassifikationen und Spezifikationen

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Getriebeöl ist immer in bestimmten Klassifikationen eingeordnet und entsprechend spezifiziert. Man spricht hier zum einen von API-Klassifikationen, die vom American Petroleum Institute (API) festgelegt wurden und einer groben Einteilung bestimmter Funktionsweisen dienen. Zum anderen wird die Viskosität, die Zähflüssigkeit des Öles, anhand einer Tabelle der Society of Automotive Engineers (SAE) spezifiziert. Da jedes Fahrzeug andere Anforderungen erfüllen muss, gibt es kein Universalgetriebe, sondern mehrere Getriebearten. Dementsprechend hat jedes Getriebe auch eigene Anforderungen bezüglich des Schmierstoffs, so dass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Getriebeölen auf dem Markt gibt.

die Einhaltung der Getriebeöl Spezifikationen sind für ein gutes Getriebe unerlässlich

API-Klassifikationen und SAE-Spezifikationen für Getriebeöl

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Für eine Orientierung sorgen die API-Klassifikationen, die eine grobe Einteilung der verschiedenen Anforderungen darstellen. Sie bilden dabei jedoch kein eigenes Qualitätsmerkmal. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Klassifikationen (1 bis 5), deren jeweils die Abkürzung des englischen Begriffs für Getriebeöl, beziehungsweiße wörtlich „Gang-Schmierung“, „gear lubricant“ (GL), voransteht. GL- 1 und GL- 2 sind mittlerweile aber kaum noch von Bedeutung. Praktische Anwendung finden die Klassifikationen GL- 3, GL- 4 und GL- 5. Die vierte Klassifikation ist dabei die Gängigste. Das Schema der SAE-Spezifikation ermöglicht die Einteilung der Viskosität des Getriebeöls. Ursprünglich wurde diese Kennung für Motoröl eingeführt, später aber auch auf Getriebeöl übertragen. Wobei bei einem direkten Vergleich Vorsicht geboten ist, da es zu Missverständnissen kommen könnte.

Ein SAE 60 Motoröl ist ein sehr zähflüssiger Schmierstoff. Generell gilt die Regel, je höher die Zahl, desto dicker die Konsistenz des Öles. Getriebeöl mit einem höheren Wert, beispielsweiße SAE 75W, ist jedoch sehr dünnflüssig. Das liegt daran, dass Getriebeöle mit einem weitaus höheren Zahlenwert versehen sind, als Motoröle. Es handelt sich hier nicht um eine Folge oder einen Vergleichswert. Motoröl mit einer Kennung von SAE 40 ist beispielsweise nicht halb so dick wie Getriebeöl mit SAE 80- Klassifizierung. Die Viskositätsangaben des Getriebeöls bezeichnen lediglich einen Viskositätsbereich und geben keine genauen Angaben über die tatsächliche Zähflüssigkeit. Vor der Befüllung Ihres Fahrzeugs sollten Sie unbedingt die Herstellerangaben Ihres Fahrzeugs lesen, um das für Sie geeignete Getriebeöl identifizieren zu können.

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