Getriebeöl & Schmierstoffe

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getriebeoelGetriebeöl

Das Getriebeöl ist neben Motoröl, der Bremsflüssigkeit und dem Kraftstoff eine der wichtigsten Flüssigkeiten im Fahrzeug. Es ist ein Schmierstoff, der meistens aus Mineralöl besteht, der mit Additiven versetzt ist. Getriebeöle sind für den reibungslosen Betrieb eines Autos unerlässlich ist: Das Öl im Getriebe sorgt dafür, dass die Zahnräder und Metallteile des Getriebes nicht direkt aneinander reiben. Außerdem transportiert es Schmutzpartikel ab und dient im Getriebe als Kühlmittel. Durch diese wichtigen Aufgaben ist es absolut notwendig, das passende Getriebeöl im Fahrzeug zu füllen: Maßgeblich dafür ist die sogenannte API-Klassifikation. Diese Unterteilung des American Petroleum Institutes gibt an, ob das vorliegende Öl für das Getriebe nur unter mäßiger Belastung eingesetzt werden kann oder auch extremen Betriebsbedingungen standhält.

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GL Stufen vom Getriebeöl

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Unterteilt wird das Getriebeöl dabei in GL-Stufen von 1 bis 6, wobei GL-6 die robusteste der Klassen ist. Da dies nur eine grobe Einteilung ist, sollten Verbraucher sich vorrangig an die Empfehlungen des Herstellers für das einzufüllende Getriebeöl halten, um volle Funktions- und Schmierfähigkeit zu gewährleisten. Typisch ist aber die Verwendung von Getriebeöl mit der Klassifikation API GL-3, GL-4 und GL-5. Darüber hinaus sollte natürlich ausschließlich qualitativ hochwertiger Schmierstoff eingesetzt werden. Wird das Fahrzeug mit dem falschen oder gar zu wenig Öl im Getriebe gefahren, kann dies fatale Folgen haben: Als erstes würde die Funktion der automatischen oder manuellen Schaltung beeinträchtigt, was durch eine ruckelige Gangschaltung bemerkt wird. Ebenso sollten Fahrer die empfohlenen Wechselintervalle der Industrie und des Fahrzeugherstellers einhalten – in der Regel sollte das Getriebeöl nach etwa 6 bis 8 Jahren ausgetauscht werden, da es dem natürlichen Verschleiß unterliegt. Getriebeöl zeichnet sich im ungenutzten Zustand durch eine helle Färbung aus, häufig besitzt es eine rötliche Farbe. Ähnlich wie bei anderen Schmierstoffen sind auch Getriebeöle in synthetischer Form erhältlich, die in mehreren Temperaturbereichen funktionieren. Außerdem werden Schmierstoffe für Automatik – und Schaltgetriebe unterschieden, da Automatikschaltungen deutlich komplexer und größer und damit anspruchsvoller sind.

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FAQ Getriebeöl / Motoröl

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Vollsynthetisches und teilsythetisches Getriebeöl

getriebeoel-iphoneEs gibt unterschiedliche Arten von Getriebeöl. Grob wird zwischen Mineralöl und synthetischem Öl unterschieden. Letzteres unterscheidet man erneut zwischen vollsynthetischem und teilsynthetischem Getriebeöl, je nachdem, wie hoch der synthetische Anteil im Öl ist. In der Vergangenheit wurde Getriebeöl grundsätzlich auf Mineralölbasis verwendet. Leider neigt Mineralöl zur Schlammbildung und so waren kurze Wechselintervalle notwendig. Bei teil- oder vollsynthetischem Schmierstoff sieht das schon ganz anders aus.

Hervorragende Eigenschaften bei synthetischem Getriebeöl

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Ein vollsynthetisches Getriebeöl basiert nicht auf Mineralöl, sondern entsteht in den Chemielaboren der mineralölverarbeitenden Industrie. Es heißt „vollsynthetisch“, weil es aus einer Synthese von Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid hergestellt wird – es entsteht Kohlenwasserstoff. Die Moleküle sind gleichförmig und lassen sich sehr gut mit den unterschiedlichsten Additiven verbinden. Der Vorteil hierbei ist, dass die Produzenten die unterschiedlichen Anforderungen der Fahrzeughersteller an ein Getriebeöl sehr exakt umsetzen können. Deutlich verbesserte Schmiereigenschaften auch bei höheren Drehzahlen und Temperaturen sind dabei nur ein Vorteil. Ein vollsynthetisches Öl weist auch eine deutlich verbesserte Viskosität auf. Bei der Viskosität handelt es sich um das Fließverhalten des Getriebeöls. Vollsynthetisches Öl bietet hier eine deutlich verbesserte Breite als Schmierstoff auf Mineralölbasis. Für die Motoren der modernen Fahrzeuge neuester Generation ist in der Regel vollsynthetisches Öl vorgeschrieben. In der Anschaffung ist dieses zwar teurer, aber auch langlebiger. Dadurch können die Wechselintervalle deutlich verlängert werden. Doch auch wenn ein vollsynthetisches Öl viele Vorteile hat – in älteren Fahrzeugen kann es oftmals nicht verwendet werden. In diesem Fall wird auf teilsynthetisches Öl zurückgegriffen. Teilsynthetisches Getriebeöl ist eine Mischung aus mineralölbasiertem und vollsynthetischem Öl. Die älteren Motoren sind anders konzipiert und bedürfen eben teilweise der Moleküle, die man im Mineralöl findet. Je nach Anforderung variiert der Anteil an vollsynthetischem Öl in dem fertigen Produkt. Dieser Kompromiss ermöglicht es aber, von den Vorteilen des vollsynthetischen Getriebeöls, wie beispielsweise der guten Schmiereigenschaften und Temperaturbeständigkeit, zu profitieren. Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Faktor ist der wesentlich günstigere Preis. Welcher Schmierstoff für Ihr Getriebe geeignet ist, entnehmen Sie bitte den Herstellervorschriften in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs.

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Was bedeutet EP bei Getriebeöl?

Im Getriebeöl befinden sich sogenannte EP-Additive (Extreme-Pressure-Additive). Diese Zusätze verbessern die tribologischen Eigenschaften der Öle und verhindern somit, das zwei aneinander reibende metallische Werkstoffe miteinander verschweißen. Unter hohem Druck oder schweren Lasten entstehen im Getriebeöl hohe Temperaturen. Diese bewirken in den EP-Additiven die Freisetzung von Schwefelträgern, Phosphorsäurederivat oder Chlorkohlenwasserstoff. Diese Substanzen reagieren dann mit den Oberflächen und ergeben eine Verbindung: Es entstehen Sufide, Phospate oder Chloride, die sich als Schichten auf der Oberfläche absetzen. Dadurch wird ein Verschweißen der Oberflächen verhindert.

 

Tribologische Anforderungen an EP-Additive im Getriebeöl

EP-Additive bewirken eine Minderung der Reibung und somit eine Minderung des Verschleißes von Getriebekomponenten. Somit werden Oberflächen vor Verschweißen geschützt. Heute ist jedes Getriebeöl mit EP-Additiven versetzt. Es handelt sich dabei um schwefel-, phosphor- oder chlorhaltig organische Verbindungen. Schwefelträger spalten bei hohem Druck Schwefel ab und führen somit zu einer Schutzschicht. Bei schwefelhaltigen Verbindungen handelt es sich um klassische EP-Additive, die meistens organisch sind, also eine schwefelvernetze Doppelbindung beinhalten. Man unterscheidet hierbei anhand der Temperatur zwischen inaktiven und aktiven Schwefelträgern. Phosphorhaltige Verbindungen bilden bei hohem Druck Metallphosphate, die ebenfalls eine Schutzschicht auf den Metalloberflächen bilden. Veraltet hingegen sind die chlorhaltigen Verbindungen, die eine Chloridschicht erzeugen. Chlorparaffine sind schwefelfreie EP-Additive, die jedoch gesundheitlich sehr bedenklich sind. Durch ihre Robustheit und Stabilität, sind sie außerdem sehr teuer in der Entsorgung. EP-Additive müssen generell so aufgebaut sein, dass nur bei hohem Druck oder schweren Lasten eine Verbindungssubstanz freigesetzt wird. Andernfalls kann es zu einem gegenteiligen Effekt kommen und das Getriebeöl wird schädlich.

Bei der richtigen Zusammensetzung von EP-Additiven ist daher viel Erfahrung gefragt. Einerseits sollen diese vor einem Verschweißen schützen, andererseits erhöhen sie aber unter Umständen selbst den Verschleiß, da die eigentlichen Werkstoffe der Oberflächen bei den Verbindungen verloren gehen können. Eine Überdosierung von bestimmten Additiven in Ihrem Getriebeöl kann somit zu ernsthaften Schäden führen! Daher sollten Sie unbedingt die Qualität Ihrer Schmierstoffe prüfen, bevor Sie sich für ein Getriebeöl entscheiden. In unserem Shop haben wir die besten Anbieter für Sie zusammengefasst.

Wie merkt man das Getriebeöl fehlt?

Das Getriebeöl im Fahrzeug sorgt dafür, dass die einzelnen Zahnräder und alle weiteren Bestandteile im Motor geschmiert werden. So wird die direkte Reibung zwischen diesen Metallteilen verhindert. Fehlt das Getriebeöl, macht sich dies in der Regel sehr schnell bemerkbar – die Gänge können nur noch schwerfällig geschaltet werden, das Fahrzeug reagiert schwerfälliger und verzögert auf die Gangschaltung. Häufig wird ein Ruckeln während der Fahrt festgestellt. In der Regel tritt dieser Fall erst nach einigen Jahren auf, denn im Gegensatz zum Motoröl kann das Getriebeöl bis zu acht Jahre im Fahrzeug verbleiben und erfüllt seine Aufgaben problemlos. In manchen Fällen fehlt das funktionsfähige Getriebeöl allerdings schon früher: Etwa dann, wenn ein Defekt im Fahrzeug vorliegt, durch den das Getriebeöl und seine Qualität beeinträchtigt wird. Dies kann vorkommen, wenn sich Wasser im Öl des Getriebes sammelt, das dessen Leistungsfähigkeit mindert.

Ebenso kann das Getriebeöl auslaufen, wenn eine Dichtung defekt ist. In diesen Fällen fehlt das Getriebeöl an den dafür vorgesehenen Stellen und führt zu den genannten Problemen. In erster Linie wird also während der Fahrt bemerkt, dass das Öl für das Getriebe fehlt. Allerdings wird der Mangel an Öl damit meistens zu spät entdeckt, denn bei solch offensichtlichen Anzeichen sind die Schäden an Motor und Fahrzeug meistens schon sehr weit fortgeschritten. Manchmal ist sogar ein kompletter Motorschaden die Folge, wenn die metallenen Zahnräder direkt aneinander reiben. Deshalb können und sollten Sie den Stand des Getriebeöls hin und wieder in einer Werkstatt überprüfen lassen – dies ist normalerweise erst nach einigen Jahren notwendig. Am besten lassen Sie den Ölstand im Getriebe dann durchführen, wenn Sie sich im Zuge einer anderen Inspektion bereits in einer Werkstatt befinden. Fehlt der wichtige Schmierstoff im Getriebe, kann dies fatale Folge nach sich ziehen. Sorgen Sie daher dafür, dass sich der Ölstand immer im optimalen Bereich befindet und vermeiden Sie so schwerwiegende Schäden am Motor!

Was ist Differential Öl?

Bei Differentialöl handelt es sich um ein spezielles Getriebeöl für Differential- oder auch Ausgleichsgetriebe. Ein Differential wird nötig, wenn ein Fahrzeug eine Kurve fährt. Dabei legen die Räder einer Achse unterschiedlich lange Wege zurück. Das Innenrad hat in einer Kurve den kürzeren, das Aussenrad den längeren Weg. Dadurch dreht sich das Innenrad langsamer als das Aussenrad. Auch auf rutschigem Untergrund, beispielsweise Schnee, Eis oder Matsch, drehen die Räder unterschiedlich schnell. Um die Raddrehzahlen nun anzupassen, verbaut man an der Antriebsachse ein Differentialgetriebe, das die Drehzahlen entsprechend ausgleicht. Bei allradgetriebenen Fahrzeugen gibt es ein sogenanntes Zentraldifferential, das die Leistung auf alle angetriebenen Achsen verteilt. Wie jedes Getriebe besteht auch ein Differentialgetriebe aus vielen sich bewegenden Teilen. Am wichtigsten sind hierbei die Zahnräder, die die Drehbewegungen der Kardanwelle auf die Antriebsräder übertragen.

 

Besonderheiten von Getriebeöl für Differentialgetriebe

Speziell für Differentialgetriebe entwickeltes Getriebeöl sorgt dafür, dass die erwähnten Zahnräder weniger Reibung ausgesetzt sind. Die Zahnräder laufen sozusagen im Öl. Da es sich um ein spezielles Öl handelt, zugeschnitten auf die Anforderungen des jeweiligen Differentials, sollte man sich an die Herstellerangaben bezüglich Art und Wechselintervall des Getriebeöls halten. Auch wenn die Hersteller angeben, es handele sich beim Getriebeöl für das Differential um eine „Lebenszeitfüllung“, sollte man doch etwa alle 20.000 km den Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen. Der Begriff der Lebenszeitfüllung legt zwar nahe, dass man sich im Leben seines Fahrzeugs nicht mehr um das Getriebeöl kümmern muss. Fakt ist aber: Wenn kein Getriebeöl mehr das Differential schmiert, ist das Leben des Differentialgetriebes beendet! Nach ungefähr 60.000 – 100.000 km sollte man den kompletten Austausch seines Getriebeöls in Erwägung ziehen. Beim Wechsel des Getriebeöls wird immer auch Metallabrieb mit ausgeschwemmt, der sich gelöst hat. Letztlich hilft der rechtzeitige Ölwechsel, einem vorzeitigen Verschleiß des Differentials vorzubeugen. Differentialöl ist demnach ein Getriebeöl mit besonderen Eigenschaften für das Differentialgetriebe Ihres Fahrzeugs. Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Ölstand und denken Sie auch rechtzeitig über einen Ölwechsel nach. Ihr Differentialgetriebe wird es Ihnen danken!